DIE CDI ZÜNDEINHEIT

Die CDI ist ein wichtiges Steuergerät und ein zentraler Baustein für die Zündung Deines Rollers. Sie ist dafür verantwortlich, dass der Roller anspringt. Doch was genau steckt dahinter und was bedeutet eigentlich CDI?

Was ist eine CDI?

CDI steht im Englischen für Capacitor Discharger Ignition. Zu Deutsch: Kondensatorentladungszündung. Jetzt ist alles klar, oder?
Die CDI ist eine kontaktlose, elektronische Einheit, die den Zeitpunkt der Zündung im Zylinder steuert. Kontaktlos deshalb, weil die Energie in der Zündspule nicht mehr über einen Unterbrecherkontakt aufgebaut und gesteuert wird. Bei der CDI wird die Energie für die Zündung im namensgebenden Kondensator gespeichert, der über eine Batterie oder Spule mit Spannung versorgt wird.

Warum CDIs?

CDI-Zündanlagen haben gegenüber herkömmlichen Zündungen mehrere Vorteile: Sie sind wartungsfrei, verschleißarm und erzeugen einen wesentlich stärkeren Zündfunken als Spulenzündungen. Dynamische CDIs mit einer angepassten Zündkurve sorgen zudem für ein besseres Drehmoment, besonders im unteren und mittleren Drehzahlbereich.

Rausfinden ob die CDI offen oder gedrosselt ist:

Mit Hilfe des Drehzahlmessers. Stell Deinen Roller auf den Hauptständer und halte ihn gut fest. Am besten lässt Du Dir beim Festhalten noch von jemandem helfen. Jetzt drehst Du das Gas langsam hoch. Wenn Du bemerkst, dass die Drehzahl abrupt stehen bleibt (wahrscheinlich bei 7000-8000 Umdrehungen), ist die CDI gedrosselt. Sobald Du bei über 9000 Umdrehungen angelangt bist, kannst Du davon ausgehen, dass deine CDI offen ist.

Eine zweite Methode, ist das Bergabfahren: Wenn dein Roller beim Bergabfahren unter Vollgas nicht schneller fährt als beim Geradeausfahren, kannst du sicher sein, dass eine gedrosselte CDI verbaut ist.

Rausfinden, ob es eine AC- oder DC-CDI ist:

Je nachdem, ob die CDI von der Batterie oder von der Lichtmaschine mit Spannung versorgt wird, handelt es sich um eine DC (Gleichstrom) oder eine AC (Wechselstrom) CDI. Wie Du herausfindest, was an Deinem Roller der Fall ist, erklärt Denis in diesem Video:

 

Statische und Dynamische CDI – Wo ist der Unterschied?

Der entscheidende Unterschied liegt im Zündzeitpunkt, das heißt, ob die Zündung zu einem festen Zündzeitpunkt oder mit variablem Zündzeitpunkt ausgelöst wird.

CDI mit statischem Zündzeitpunkt:

Eine CDI mit statischer Zündung hat einen festen Zündzeitpunkt. Dieser liegt grundsätzlich kurz vor dem obersten Totpunkt (OT), also wenn das Kraftstoff-Luft-Gemisch im Zylinder bis auf ein Maximum verdichtet ist.

CDI mit dynamischer Zündverstellung:

Eine dynamische oder auch frühverstellende CDI reguliert den Zeitpunkt der Zündung. So wird das Gemisch im Kolben nicht mehr zu einem festen Zeitpunkt gezündet, sondern je nach Drehzahl des Motors angepasst. Im hohen Drehzahlbereich etwa erfolgt eine Zündzeitpunktverstellung in Richtung früh. Dadurch wird die Verbrennung des Kraftstoffes in den verschiedenen Drehzahlbereichen optimal gestaltet.

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